Moin Kinners!

Was habe ich mir nicht alles vorgenommen für die Drehtage.
Also mal ganz abgesehen davon alles richtig gut zu machen.
Abends sollte dann noch ein Blogeintrag her und zwischendrin vielleicht ein paar Bilder und abends male ich noch einmal schnell die Sixtinische Kapelle um, gehe 2-3std. Zum Sport, treffe ein paar Freunde und bekuschel meine Nichte.

Jaaaa… ähm…
Nein.

Nun ist Wochenende und Drehpause und ich kann ganz ohne Umschweife sagen: Leck, ist das anstrengend! Und großartig! Und viel! Und sau geil aber wenn ich irgendwann abends wieder ins Hotel zurück komme, bin ich so erschlagen, dass ich nicht einmal mehr esse sondern lediglich meine Haut vom MakeUp befreie, duschen gehe und hoffe, dass die Uhr beim stellen des Weckers so nett ist zu sagen, dass ich noch mindestens 6std. Schlaf bekomme bevor ich wieder hoch muss.
Die guten Vorsätze zum Thema Blog und co kann ich getrost ad acta legen, weswegen es auch erst jetzt zu einem Eintrag kommt. Aber das meldete ich ja auch schon an.

Da manchmal ein Bild mehr sagt als eine Ellen lange Beschreibung und Erzählung, ich nicht so wirklich viel erzählen darf inhaltlich und es auf diese Art irgendwie unterhaltsamer ist, lasst mich von den letzten Tagen einfach so berichten:

 

Tag I.
6h morgens.
Weil keine wirklich gute Geschichte beginnt mit: Ich hätte gerne einen kleinen gemischten Salat…

DayOne

Produktionswetter at its best!
8 Grad und Regen.
Macht ja nichts, wir drehen ja nur jeden Tag draußen. *g

DayOneWetter

Am Ersten Drehort.
Das erste Mal Sonne.
Der aller erste Schuss des kompletten Projekts.
Der dicke Punkt da hinten, das bin ich.

AllerErsterSchuss

Es folgten:
13 weitere Stunden.

Drehtag II:

DrehtagII

Mein Platz im Produktionsbus.
Hinterm Fahrer links.
Muckelig da.

Dass ich nach 13std. Dreh und wunden Füßen noch so frisch aussehe verdanke ich den Zauberhänden dieser wundervollen Dame hier:

PuderWunderWeibchenKleiner

Meiner Maskenbildnerin und Haare Hübsch Macherin, Kaffeenase und Seelenstreichlerin Carina.

Die Tage sind immer unglaublich lang, anspruchsvoll und anstrengend und man steht gerne mal rum.
Dekoratives Herumstehen hier im Supermarkt:

Lebensgross

Ich hatte gerade eine Moderation verhaspelt und wir drehten die Einstellung erneut.
Und dann noch einmal.
Und dann einmal weiter hinten und dann einmal, „jetzt bitte ohne Versprecher, Nicole“ und dann…
…dann gehen wir mal da hin und „Oh! Noch einmal, Du hast mit dem Fächer aufs Micro geschlagen, nun knistert das…“

Ich kann das übrigens gut. Dieses rumgewische auf dem Micro.
Oder in Stunde 15 den einfachsten Satz zum 24. Mal verpatzen. *g

So Kräfte zehrend es ist, so exorbitant toll ist es auch.
Ich liebe mein Team.
Jeden von Ihnen.
Und nur weil sie alle solche Profis sind, kann ich gut arbeiten.
Sie machen mich schön.
Setzen mich ins rechte Licht.
Finden die großartigste Motivation.
Die beste Einstellung.
Die zündenste Idee.
Haben alles im Kopf.
Behalten immer den Überblick.
Halten Schirme bei Regen.
Wissen was als nächstes kommt.
Sind immer schnell.
Und haben immer – wirklich immer – ein Lächeln für mich.
Am Set direkt sind wir zu 7. Im Back Office sitzen dann noch einmal mind. 4 Menschen die Tag um Tag alles geben.
Und dann kommt noch der Schnitt und und und…
…also eine mächtig große und grandiose Truppe!

Die wunderbaren Männer am Set:

DieJungs

Regie und Realisator.
Kameramann.
Tonmann.
Wer wer ist erklärt sich vermutlich von selbst.

GuteSeeleJosef

Die gute und stets ruhige Seele am Set.
SetRunner und Fahrer Josef.
Personifizierte Ruhe auf zwei Beinen.

Glamour PonyHof

Regie. Kamera. Ton. SetRunner. Dickes Weib.
Mit freundlicher Unterstützung vom heutigen Lichtmann: Sonne.
Alle auf einem Haufen.

Drehtag III:

DrehTagIIIRegen

Proudly Presents: Regen!
Macht ja nichts, wir sind ja erneut nur 3/4 des Tages draußen.
8 Grad. Hitzewelle also…

Kameramann

Regieanweisung die ins Blut über geht:
„…ganz einfach, als wäre die Kamera gar nicht da…“
Ist ja auch recht unauffällig. Also… fast… quasi…

Auto

Und noch einmal.
Und jetzt noch einmal.
Und – nein Nicole, noch einmal bitte.Konzentriere Dich.
Noch einmal.
Halt. Ton. ein Flugzeug. Warte… So, jetzt noch einmal.
Noch einmal.
Uuuuuund…
Im Bild: Kameramann. Regie und Realisator. Ich. Auto. Ein Flugzeug. (Das man nur hört) 3 Kameras (Von denen in der Perspektive nur 2 sichtbar sind.)

Nicht im Bild: Gute Seele und SetMama Wiebke und PuderWunderWeib Carina.
9 Grad. Sonne. Schweine kalt.
Und jetzt noch einmal…

Und dann gleich noch einmal, dieses Mal etwas langsamer.

Kinners, ich sage euch, der Job ist toll und ich liebe es so mit meinem Team zu arbeiten und ich bin überzeugt davon, dass es am Ende etwas richtig gutes Wird.
Zwischendrin bin ich zwar stehend tot aber es lohnt sich in jedem Fall.

Und auch wenn ein Tag frisch beginnt, jeder Drehtag endete bisher so:

Fertig

Verschwitzt, müde…
Und zu dem Zeitpunkt an dem das Bild entstand, waren wir noch etwa 9std. vom Drehschluss entfernt.

Aber wisst ihr was?!
Es lohnt sich!
Und ich lege mich ins Zeug, damit am Ende etwas dabei heraus kommt, dass bock macht anzusehen.
Mein ganzes Team tut es.
Von der ersten bis zur letzten Minute.

Die ersten Drehtage sind nun vorbei.
Das Material der Tage liegt in der Redaktion beim Schnitt und wird schon gesichtet:
Schnitt

Das alles ist sehr spannend, manchmal surreal und sehr unterhaltsam.
Ich lerne in kürzester Zeit unglaublich viel und von Lachanfällen bis zu Tränen ist alles dabei.
Gefühlswechselbäder, Ideen, Tipps, Ewig lange Tage, super kurze Nächte, wunde Füße, nasse Klamotten, Wind und Wetter in allen Ausführungen.
Ich mache viel falsch. Ich mache viel richtig. Ich mache vieles zig mal und ich mache es so lange, bis es richtig gut ist.

Und ich beendete den ersten Drehblock bei der gestrigen Heimfahrt dann so:

2014-05-15 14.18.07

Was inhaltlich alles passiert erzähle ich euch aus zwei Gründen nicht:
Zum einen ist es viel zuviel als dass ich es alles aufschreiben könnte und zum anderen ist das ja eh alles bald zu sehen.
Also zumindest das, was nach dem Schnitt einen schönen Piloten hervorzaubert.

Am kommenden Montag in aller Frühe geht es dann wieder los. Neue Orte, neue Protagonisten. Neue Geschichten und Bilder, Ideen und Fedanken. Ich freue mich ganz arg drauf.
Uund bis dahin lege ich meine Füße hoch und mache so wenig wie es nur irgendwie geht.
Naja … und wasche die Wäsche… und muss noch ein paar Sachen besorgen und werde dann…
…waren Wochenenden schon immer so kurz?

Kinners, ich hoffe, mir ist niemand böse, dass ich aktuell ein bisschen weniger schreibe.
Das wird nach dem Dreh wieder besser und zwischendrin bemühe ich mich um Bilder und kurze Infos.

Oh und das alles hat noch etwas Gutes!
Heute war doch Wiegetag – der natürlich auch an Drehtagen nicht ausfällt – und es sind 1,3kg weniger!
Ich freue mich!
Sehr!

Zu guter Letzt noch mein Lieblingsbild aus den ersten 3 Drehtagen.
Auch wenn ich darauf nun wirklich nicht allzu klug gucke.
Ein Blick hinter, vor und in die Kamera – gleichzeitig!

HinterUndDurch

Von wegen 5kg.
Ich könnte schwören, ich sehe in der Kamera immer wie eine fette Frau aus!

.

Es ist toll!
Und es wird mächtig gut!
Das ist in jedem Fall der Plan! Und viel mehr als nur ein Plan
Also – packen wir es weiter an…
…und so ganz nebenbei sehe ich zu, dass ich weiter richtung Ziel komme.
Pfund für Pfund.
Kameraschuss für Kameraschuss.

Hauptsache die Richtung stimmt!
Mit einem Lächeln.

Ich freue mich mächtig auf alles was noch kommt.

Rock ’n Roll!

Nicole