Moin Kinners!
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Ich beginne den heutigen Abend und Eintrag mit einem Aufruf:

Was auch immer ihr gerade nebenbei macht, hört sofort auf damit und esst irgendwas, worauf ihr bock habt, stellt euch vor den Spiegel und sagt einmal: „Ich bin ’ne geile Sau, vollkommen unabhängig von der Zahl auf der Waage und das mit dem Gewicht, das bekomme ich schon noch hin“, legt die Füße hoch und öffnet eine Flasche Wein und versucht, euch einfach mal okay zu fühlen und sei es nur für ein paar Minuten.

Denn heute ist der 06. Mai und damit ganz offiziell inoffiziell der internationale Anti-Diät-Tag.

YAY!

Das Internet liefert uns hierzu folgende Kurzbeschreibung:
Die Ursprünge dieses Aktionstages liegen im Jahr 1992. Die von einer Anorexie (Magersucht) geheilte Mary Evans Young gründete die Anti-Diäten-Kampagne „Diet Breakers“. Sie erhielt mediale Aufmerksamkeit, nachdem sie sich in Talkshows und TV-Interviews für die Akzeptanz des eigenen Körpers und gegen den Schlankheitswahn einsetzte. Als Antrieb gab Young sowohl ihr eigenes Schicksal als auch Medienberichte über Magenverkleinerungen und mögliche Komplikationen sowie Berichte über jugendliche Mädchen an, die Selbstmord begangen hätten, „weil sie es nicht mehr ertragen konnten, fett zu sein.“

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Zu den Zielen des Anti-Diät-Tags gehören den Initiatoren zufolge:
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  • die Würdigung der Vielfalt von natürlichen Größen- und Gewichtsunterschieden

  • das kritische Hinterfragen von Schönheitsidealen

  • Hilfe gegen die Diskriminierung von Übergewichtigen und Fettsüchtigen

  • Aufklärungsarbeit bezüglich der Gesundheitsgefahren von Diäten und der Ineffizienz kommerzieller Diäten und Diätprodukte

  • das Aufzeigen eines Zusammenhangs zwischen Diäten und Gewalt gegen Frauen

  • Gedenken der Opfer der Adipositaschirurgie

Na guck!
Meine Meinung zum Thema Diäten sind vermutlich schon ein wenig bekannt, dennoch möchte ich euch meine persönlichen Top 10 (+4) der Abnehm- und Ernährungsfakten präsentieren, die ich mir an den Kühlschrank und in den Kopf genagelt habe:
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1. Wer abnehmen will, muss essen.

2. Es gibt keine „dick machenden/bösen“ Lebensmittel.

3. Die Zahl auf der Waage sagt nichts über deine Persönlichkeit aus.

4. Salat ist nicht per se gesund und Süßes nicht per se ungesund.

5. Lightprodukte sind vollkommen unnötig und ernährungstechnischer Abfall.

6. Gesund heißt nicht gleich teuer oder langwierig.

7. Trinken trinken trinken!

8. Kohlenhydrate und Fette sind nicht Satan sondern Energie!

9. Diäten sind exakt eines: Unnötig!

10. Du wirst nicht zwangsernährt also hast Du es in der Hand.

11. Essen ist toll, tut gut und darf Spaß machen.

12. Liebe Dich und Deinen Körper.

13. Du musst Dich bewegen!

14. Wer aufhört zu genießen, wird ungenießbar!

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Diäten braucht kein Mensch um abzunehmen. Ganz im Gegenteil.
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Und der heutige Tag soll daran erinnern, dass ein Mensch so viel mehr ist als die Zahl auf der Waage. Dass der Wert eines Individuums nicht an seiner Kleidergröße festgemacht werden kann, dass Du als Wesen wundervoll bist, egal ob man deine Beckenknochen sieht oder dein Po zu dick ist, dass der Magerwahn und die Fresssucht zwei Seiten der selben Medaille sind und dass es egal ist, womit Du dich herum schlägst – Du bist damit nicht allein.
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Also weg mit den Diäten und her mit gesunder Ernährung. Mehr „wohlfühlen“ und weniger „Oh Gott, was denken die anderen nur“. Mehr Kinder Kinder sein lassen mit Schokolade und Eis und nicht mit Diätriegeln und Low Carb Suppen. Mehr „Ich liebe Dich so wie Du bist“ und weniger „…da hast Du aber Speckröllchen, Du willst doch aber aussehen wie die im TV oder?“
Mehr „Ich habe es in der Hand“ und weniger „Die anderen leben mein Leben für mich“. Mehr „Du“ und weniger „Ich bin das, was andere über mich sagen“.
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Ich predige weiß Gott nicht, dass Fettsein toll ist. Ganz im Gegenteil.
Das nervt, sieht oft mies aus und in meinem Fall ist es einfach viel zu viel.
Aber ich appelliere an ein gesundes Selbstwertgefühl, an eine gesunde Ernährung und dafür, dass es vollkommen Okay und sogar gut ist, nicht auszusehen wie das verklärte Bild von dem, was wir als „Ideal“ bezeichnen.

Und ich appelliere dahingehend, dass es gut ist etwas zu tun, dass man manchmal über so manche Hürde rüber muss, dass es nicht immer schön ist, manchmal weh tut, oft scheiße aussieht und gerne mal mords anstrengend ist.
Ich appelliere dahingehend, dass man kämpfen soll und muss wenn man runter will von seinen Kilos oder hin zu einem gesunden Leben aber bitte, alles, immer und zu jeder Zeit, mit viel Gemotze, einigen Tränen und viel Erhrlichkeit und Erkenntnis aber ganz sicher stets ohne eine Diät!

In diesem Sinne:

Schoki

Genießt im gleichen Maße, wie ihr Kämpft.
Das macht es oft einfacher, schließt sich mit nichten gegenseitig aus.
Und manchmal ist es am gesündesten, einfach mal alle 5e gerade sein zu lassen.

Oh und eines noch: Ja, Mich macht Schokolade glücklich!

Nicole