Halbzeit!

So!
Jetzt endlich!
Ich weiß es schon seit einer Woche aber aktuell komme ich ja zu nichts.

Daher nun:

Hallo meiner lieber Blog.
Du begleitest mich nun schon seit einigen Jahren, hast Dein Kleidchen mehrmals geändert und bekommst bald schon wieder ein neues Outfit verpasst.
Du hörst Dir geduldig mein Gemotze, meine Sorgen, mein „Fick Dich Welt“ und mein „YAMAN“ an. In Dir zerwerfe ich verbale Teller und kämpfe gegen meine Dämonen mit Worten in Dir als mein Schwer. Du bist meine Rüstung und meine Möglichkeit klein zu sein ohne klein zu werden. Du kennst mich in gut abgelichtet ebenso wie in wirklich mies erwischt. Tränen, lachen und schwarzer Humor, alles Teil von Dir und mir.

Auf die eine oder andere Art sind wir jetzt, Du und ich, seit sieben Jahren ein höchst merkwürdiges Paar und im Gegensatz zu Dir verpisse ich mich gerne mal für einige Tage und seit Jahren schon immer mal wieder um ein paar Kilo.

Heute, nein warte, letzten Freitag dann hast Du mich um die Hälfte gehen lassen, weswegen Du der Erste sein sollst, der es weiß:

7 Jahre, Zig Einträge, tausende Gedanken, Wünsche, Flüche, Ideen, Änderungen, Tränen und ganz viel Kampf, Mut der mich auch manchmal verließ, Stärke die manchmal fehlte, Wege die mich gerne mal in die Irre führten, Aufs die auch Abs waren, Emotionslabyrinthe und Wortgefechte,  führten uns hier her.
Menschen kamen und gingen wie die Jahreszeiten, Du aber bist ein Teil meines Seelenleben und ich danke Dir dafür, mein Medium zu sein durch alle Stürme ebenso wie durch alle Sonnenauf- und Untergänge. So manch geschmissenes Handtuch hätte ich ohne Dich nicht kurz vor der Landung dann doch noch gefangen und ich bin froh, dass ich mit Dir laut sein kann, auch wenn wir uns damit nicht nur Freunde machten und machen werden.

Resultat: Continue reading

Es wird Zeit!

Moin ihr Schönen,

ich wurde vor 2 Tagen auf etwas aufmerksam gemacht, das ich zum einen mit Euch teilen möchte, zum anderen würde ich Euch gern dazu bewegen, Euch zu beteiligen.

Es geht hierbei um das Thema der Gewichtsdiskriminierung.
Thematisch kennt es vermutlich nahezu jeder Übergewichtige am eigenen Leib. Ich zumindest kenne das sehr gut. Für jedes Gramm dass ich abnehme, steht morgens ein Arschloch auf dass der Meinung ist, mir zu erzählen, dass er meinen Hintern zu breit fände. Vollkommen ungeachtet der Frage, ob ich vielleicht etwas gegen mein Gewicht tue (denn niemand sieht ob man gerade abnimmt oder nicht) oder ob ich eventuell genau so sein möchte, wie ich aussehe. Beides scheint viel zu oft ein Status zu sein, der nicht genehm ist.

Und dabei geht es nicht nur Übergewichtigen so. Ich arbeite viel mit Magersüchtigen und Bulimikern in der Praxis und erlebe sehr häufig, wie stark gerade auch „zu dünne“ Menschen unter den Anfeindungen von außen leiden.

Mal ganz im Ernst: Hat es irgendjemanden schon einmal geholfen, wenn man zum 1000. Mal auf den dicken Po, die breiten Hüften, die dünnen Beine oder die sichtbaren Rippen aufmerksam gemacht wurde? Continue reading

Ich habe eine Wassermelone getragen!

Moin Ihr Schönen,

ich komme endlich dazu, meinen Blog wieder zu füttern.
Es gibt so viel Neues aber das kündige ich alles in der kommenden Woche an… (Gemein, ich weiß. *gg)

Zunächst aber einmal ein anderes Thema, dass viele zu interessieren scheint und ich habe versprochen, darüber zu schreiben. Ich glaube übrigens, ich habe noch nie einen derartigen Mädchen-Eintrag verfasst. *gg (An meine männlichen Mitleser: Sorry, Jungs. Es ist nicht jedes Mal so. Versprochen.)

Nachdem ich das Plakat zum Auftakt des Bühnenprogramms oder zuvor auch das Bildcover online gestellt habe, kam eine Frage so häufig wie kaum eine andere:

Ein Bild aus dieser Reihe:
(Geschossen übrigens im Frühjahr, ich habe nach Schottland also nicht wieder zugenommen, keine Sorge. 😉 )

DasIstEsBildModefrage

„Was zur Hölle trägt die Jäger da eigentlich?“
Hm? Oh! Ja also…
…Ich habe eine Wassermelone getragen!

Na dann wollen wir mal: Continue reading

Das fetteste Bühnenprogramm ever. – Ich am 19.01.2016 in Bonn.

Nach dem Buchschreiben ist vor… Ja, vor was eigentlich?
Wie wäre es mit:

Nach dem Buchschreiben ist vor der Veröffentlichung.
Ja. Gut. Soweit ganz geil – tierisch geil sogar – aber geht das vielleicht mit noch ein bisschen mehr Rock n Roll? Bisschen mehr Partyhut und Glitzer?
Kinners, ich wäre nicht ich, wenn da nicht noch Luft nach oben wäre.

Wie wäre es daher also hiermit:

Nach dem Buch ist vor der fettesten Party des Jahres!
Fette Party mit fetter Gastgeberin im fetten Ambiente mit den geilsten Gästen?!
Warum? Weil wir es können natürlich!!
Wir? Exakt, Du, Ich und Ihr! Denn mit Gästen meine ich Euch!

Ich bin jetzt seit über 2 Monaten in der Einöde, habe ein Buch geschrieben das in 85 Tagen in die Läden und Eure Briefkästen flattert und finde, dass das Grund genug ist um das größte Fass aufzumachen, das ich finden konnte. Lasst uns feiern. Zusammen. Auf die besondere Art.

Alleine auf dem Sofa lesen ist nicht so direkt das, was Du unter Party verstehst?
Schau an, da sind wir ja schon zwei.
Jede Wette, wir können auch hunderte!
In einem Raum. An einem Abend und keiner von Euch muss lesen, lasst mich das machen!
Ich kenne die Autorin ganz gut! 😉
Da einfach nur vorlesen jetzt irgendwie auch jeder kann, wird nicht nur gelesen, sondern performt. Nicht geschwiegen, sondern gerockt. Nicht gelächelt, sondern sich totgelacht. Nicht nur dumm gefragt sondern unbequem geantwortet. Nicht online sondern real.
Runter vom Sofa und ran an die Bühne.
Ich will lauter schöne, dicke, dünne, straffe und schlaffe Hintern sehen, Köpfe, Körper, Männer und Frauen sehen wenn ich mich ins Zeug lege, um uns allen die fetteste Premiere hinzulegen, die das Jahr hergibt.

Also sattelt die Partyhüte, schnappt Euch Eure besten Freunde und feiert mit mir die fetteste Premiere des neuen Jahres.

Blog meets Buch in live, in Farbe, auf der Bühne.
Das Bühnenprogramm zum Buch. Aufgefüllt mit Energie, Auf-die-Fresse-Humor und ganz viel Herz. Unterhaltsam, sarkastisch und ganz schön fett.
Lasst und übers Fettsein reden, lachen und gemeinsam feiern.
Gemeinsam! Denn ohne Euch stehe ich ziemlich blöd allein im Raum herum.
Lasst uns die Fettlöserin Family zusammenbringen.

Da ist das Ding und es heißt:

„Ich darf das, ich bin selber dick!“
Nicole Jäger performt ihr Buch „Die Fettlöserin“.

Kabarettistische Lesung und Performance.
Live. Laut. Schonungslos ehrlich.

Feiert mit mir die Premiere des Bühnenprogramms und das Buch gleich mit.
Am: 19.01.2016
Um: 20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Hier: „Harmonie“ in Bonn. (Frongasse 28-30)

Tickets bekommt ihr unter:
Her mit den Tickets!!!

Oder ihr klickt auf das Schätzchen hier:
214A5895

Mich haben so viele virtuell begleitet bis hierher. Haben mit mir gelacht, geweint, sich Continue reading

Wenn es aus den Augen regnet.

Ich sehe mich selbst so gern von meiner Schokoladenseite. Das ist übrigens die rechte Seite bei mir. Die linke ist irgendwie zu dick aber die Rechte geht super.

Vielleicht ein klein wenig von oben, das Kinn etwas hervorgestreckt, nur ein Bisschen und dann ein wenig Lächeln.

Toll wäre es, wenn vorher noch einer meiner lieben MakeUp Künstler dran war oder ich selbst Hand an die Pinsel legte und die Haare hochgesteckt sind und gut sitzen.

Am Besten sehe ich übrigens aus bei Kerzenlicht oder Feuerschein. So im Halbdunklen. Ich brauche mir nur wenig Gesanken über meine Haut zu machen, die ist von Natur aus recht glatt und rosig und ein wenig zu gut um fair zu sein. Meine Wangenknochen sind auch hoch genug und wenn ich mir nun noch was schönes anziehe, dann kann ich mich einigermaßen sehen lassen.

Okay ja gut, meine Hände verstecke ich manchmal lieber weil ich einen nervösen Tick habe bei dem ich mir die Nagelbetten kaputt-gnitzel und ich kaue viel so oft auf meiner Unterlippe was auch nicht so sonderlich toll ist.

Und dann schreibe ich diesen Blog hier und gerade ein Buch welches witzig, warmherzig und auf-die-Fresse wird. Unterhaltsam bestimmt und manchmal muss man vll sogar 2min nachdenken über das was man liest aber alles in allem ist die fette Frau ganz witzig. Continue reading

Jetzt Instagram(t) sie auch noch…

Hallo aus dem wunderschönen Schottland!

Heute ist der offiziell 2 Tage der Schreibarbeit und ich habe die ersten 6 Seiten (Manuskriptseiten, in Buchseiten ist das deutlich mehr) fertig und arbeite mich so langsam durch das erste Kapitel hindurch.

Yay!

Jetzt aber erst einmal: Prokrastination durchs bloggen! *g

Ich war früher, damals… daaaaaamals… die einzige in meinem Freundeskreis die sich strikt gegen ein Handy wehrte. Ich wollte das nicht weil: Braucht man nicht ausserdem ist man dann immer erreichbar. Fürchterlich! Das ist nichts für mich.
Heute habe ich 2 davon (Arbeit und Privat).

Dann wollte ich ganz unbedingt in keinem Fall diesen ganzen Netzwerkscheiß. „Ich bin nicht so der Netzwerker“ war mein gängiger Satz. Was natürlich totaler Bullshit ist.
Heute zwitschere und poste und Xinge ich mich so durch die Internetwelt, Mal mehr, mal weniger laut.

Mit meinem Blog hier war das übrigens nicht anders.
Ich habe schon immer gerne gebloggt aber dafür nun extra einen eigenen, richtigen Blog pflegen? Och… och muss das sein? Es gibt doch auch Foren.
Heute sind mein Blog und ich quasi miteinander verheiratet und aktuell bastelt ein großartiges Team daran mir eine neue, eigene Homepage samt drum herum zu erstellen. Aber dazu ein anderes Mal dann mehr.

Als letzte Bastion im Kampf gegen die Internetisierung meines Lebens weigerte ich mich bisher standhaft gegen einen Instagram Account.
Standhaft!
Unumstößlich!
Eine Meinung dazu habend!
Don’t Instagram Your Fuckin‘ Food sage ich da nur!

So.
SO!
Und jetzt haben sie mich auch gekriegt!
Verdammt! Continue reading

Leider geil.

Ich sollte eigentlich gerade packen.
Nein, wie jedes Mal sollte ich eigentlich schon lange fertig sein damit.
Statt dessen stehe ich an meinen Koffern, schaue ratlos, frage mich, ob ich das alles so hinbekomme und betreibe nun, um bloß keine Panik aufkommen zu lassen, fröhliche Prokrastination in dem ich blogge.

Heute um 17:00 Uhr geht mein Flug nach Schottland und ich komme erst in 9 Wochen wieder zurück.
Wenn ich wieder da bin, ist Herbst in Hamburg und gestern fragte meine kleine Schwester, was ich mir denn zu Weihnachten wünschen würde.
Uaaaaah, das ist alles so bald.

Wenn ich wiederkomme ist Herbst…

Und wenn ich wiederkomme, ist das Buch fertig.
Das zumindest ist der Plan.
Ich begebe mich heute ins Schreibexil. In ein ganz bezauberndes kleines Cottage irgendwo im Nirgendwo und hoffe, dass mich dort die Muse auch findet, denn die kann ich gebrauchen.

Man möchte meinen, dass es keine große Herausforderung sein kann als Bloggerin ein Buch zu schreiben, ist es doch die gleiche Tätigkeit eigentlich.
Das dachte ich bislang auch immer.
Schreiben ist Schreiben.
Dummerweise ist das nicht so ganz richtig. Ein Buch ist dann doch noch einmal komplett anders und ich kann am Ende nicht auf „löschen“ drücken und noch einmal schreiben oder die Kommentare die kommen vor dem freischalten einmal lesen.
Ein Buch ist so viel umfangreicher und erzählt eben auch alles zwischen den Zeilen.

Mein Herzblutprojekt wird tatsächlich wie mein Blog aber eben doch ein wenig mehr, umfangreicher, persönlicher… und lustig, unterhaltsam und kurzweilig natürlich! 😀

Ich bin aufgeregt, sehr sehr sehr aufgeregt und habe ein wenig Angst es zu verpatzen oder schlicht nicht zu schaffen.
Ich habe auch einen Plan B, für den Fall der Fälle.
Dieser lautet übrigens nicht „ich setze mich ab nach Cuba“ sondern schlicht:

Plan B ist, dass Plan A funktioniert! Continue reading

Langweiliger Poesiealbumsmensch.

Ich kann bisweilen so gähnend langweilig sein.

Beweisstück #42: Sport!
Wie ich letztens schon berichtete, ist Sport ja so eine Sache.
Erst bekommt man den eigenen Hintern nicht in die zu engen Sportklamotten und wenn das dann mal der Fall ist und man sich mit ausreichend iostonischen Flüssigkeiten genug Mut angetrunken hat, wankt man zum nächsten Sportstudio.
Voll der guten Vorsätze und immer mit der beißenden Sorge, jemand könne merken dass man vielleicht doch nicht mehr die Prima Ballerina des Jahres wird oder gar, noch schlimmer, eveeeeentuell ein klitze kleines Bisschen zu viel Fett auf den Rippen hat.
Nicht auszudenken wenn da jemand lacht.
Zwar macht das Rumsitzen auf der Couch auch nicht schlanker aber da lacht wenigstens niemand.
Irgendwann nicht einmal mehr Du selbst.

Nun gibt es immer zwei Möglichkeiten solche Situationen zu handhaben.
Möglichkeit 1:
Das Drama proben. Continue reading